Schonende und effektive Operationen

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Elisabeth-Krankenhaus Rheydt

Städtische Kliniken Mönchengladbach

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Kamil Albrecht, Monsters of Media

Der Ersatz einer Hüfte mit kleinem Schnitt, eine Hybrid-OP für schonende Gefäßoperationen, die von der Robotereinheit da Vinci unterstützte Darmkrebsoperation – die High-End-Ausstattung der Städtischen Kliniken Mönchengladbach macht Operationen für die Patient:innen gleichzeitig wirksamer und schonender. Da die nötigen Schnitte kleiner als bei herkömmlichen Verfahren sind, können die Operierten schneller wieder nach Hause.

Schwerwiegende Probleme mit der Durchblutung der Gefäße haben immer mehr Menschen. Weit über 200 Millionen weltweit und 20 Prozent der über 65-Jährigen leiden an der Schaufensterkrankheit, können wegen starker Schmerzen in den Beinen nur kurze Strecken zurücklegen. Das bedeutet mehr als nur eine Beeinträchtigung der Lebensqualität. Das Risiko für einen Beininfarkt, aber auch für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall ist bei verengten oder verschlossenen Gefäßen deutlich höher, wie Dr. Johannes Kaenders, Chefarzt für Gefäßchirurgie, erklärt. Eingriffe in der Gefäßchirurgie sind heutzutage deutlich weniger belastend für den Patienten, als dies vor einigen Jahren der Fall war. Durch die Kombination von Katheterverfahren mit offenen OP-Verfahren kann auf viele große Schnitte verzichtet werden. Voraussetzung dafür ist ein Hybrid-OP, wie es ihn im Eli gibt. Dessen Ausstattung ermöglicht es, während der Operation die operierten Gefäße röntgendiagnostisch darzustellen.

In den Städtischen Kliniken haben die Ärzte zudem die Möglichkeit, ein bildgebendes Verfahren für die Blutgefäße sowohl im Computertomographen als auch im Magnetresonanztomographen (beides ohne invasiven Katheter) anfertigen zu lassen. Welche Methode für den einzelnen Patienten die beste ist, erörtern die Gefäßchirurgen in wöchentlichen Konferenzen gemeinsam mit den Kollegen der Radiologie und den niedergelassenen Ärzten. Jeder einzelne Fall wird gemeinsam besprochen. „Dieser enge Austausch im Zertifizierten Gefäßzentrum ist in unserer Region einzigartig“, sagt der Chefarzt.

Auch Prof. Olaf Horstmann, Chefarzt der Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Endokrine Chirurgie im Eli, betont die Bedeutung der Arbeit der niedergelassenen Ärzte. „Je mehr es ihnen gelingt, ihre Patienten von regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen zu überzeugen, desto größer ist die Chance, Tumore frühzeitig zu erkennen.“

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Kamil Albrecht, Monsters of Media

Operiert wird im Eli mit der robotergestützten Operationseinheit da Vinci. Und das bereits seit fast 5 Jahren. Die Städtischen Kliniken waren das erste Krankenhaus der Region, das auf diese Technik setzte. Eingesetzt wird das Gerät vor allem bei komplizierten Formen von Darmkrebs sowie bei Bauch- wand- und Zwerchfellbrüchen. „Wir haben inzwischen pro Jahr rund 130 da Vinci-Operationen und sind damit eines der größten Krankenhäuser für das Verfahren im Bereich der Bauchhöhlen-Chirurgie“, sagt Prof. Horstmann. Aus der gesamten Region kommen Patienten zur Darm-OP nach Mönchengladbach, denn die Abteilung am Eli ist als Darmkrebs- Zentrum zertifiziert. „Mit dem da Vinci konnten wir den Anteil von minimalinvasiven Operationen bei Darmkrebs verdoppeln. Nur bei einem Drittel der Patienten ist heute in unserer Abteilung noch eine größere Bauchhöhleneröffnung notwendig“, sagt Horstmann.

„Jede Operation ist eine Belastung für den Körper. Durch diese minimalinvasive Technik können wir sie auf das absolute Mindestmaß reduzieren.“ Minimalinvasive Technik reduziert die Belastung für die Patient:innen Horstmann erklärt den großen Vorteil der Methode: „Der Operateur gelangt durch die abwinkel- und drehbaren Instrumente auch an sehr schwer zugängliche Stellen minimalinvasiv, ohne die Umgebung zu schädigen.“ So sind zum Beispiel auch schonende Eingriffe im kleinen Becken möglich, in dem viele Nerven verlaufen. Die Patienten erholen sich deutlich schneller nach den Eingriffen, selbst bei größeren Darmoperationen können Patient:innen häufig schon nach fünf Tagen wieder nach Hause gehen. Auch die großen Gelenke im Körper, die Hüfte und das Knie, lassen sich heute vergleichsweise schonend ersetzen.

Die Städtischen Kliniken gehören zu den speziell geschulten Zentren, die Hüftoperationen minimalintensiv durchführen. Die Vorteile für die Patient:innen erklärt Dr. Harald Löw, Chefarzt der Unfall- und Gelenkchirurgie der Städtischen Kliniken: „Durch den kleinen Schnitt bleiben Muskel, Sehnen und die Gelenkkapsel erhalten.

Der Blutverlust bei der Operation ist deutlich geringer. Dadurch ist der Patient viel schneller wieder auf den Beinen. Die ersten Schritte kann er meistens noch am selben Tag wieder machen.“ Auch die sich anschließende Reha ist kürzer als nach konventionellen Operationen. Das gilt genauso für den Kniegelenkersatz. Und auch bei dieser klassischen Operation arbeiten die Städtischen Kliniken mit einer innovativen Methode. Zunächst wird in den Städtischen Kliniken ein CT gemacht. Die Bilder werden danach an einen Bioingenieur in den USA geschickt. Dieser fertigt am Computer zunächst einen rein virtuellen Knieersatz, der millimetergenau auf das Knie des jeweiligen Patienten zugeschnitten ist. Die 3D-Schablone entsteht im Zusammenspiel mit dem Operateur in Mönchengladbach. Sie sorgt dafür, dass der Knie-Ersatz exakt positioniert werden kann. „Die Patienten, die wir so operieren, haben deutlich weniger Beschwerden, als dies bei der herkömmlichen Methode der Fall ist“, sagt der Chefarzt. Das macht den Ersatz eines Gelenks auch für betagte Menschen möglich. Im engen und systematischen Zusammenspiel mit der Geriatrie haben die Chirurgen der Städtischen Kliniken besondere Expertise bei der Behandlung von Senior:innen. „In unserem neuen Zentrum Mobilität im Alter (MiA) arbeiten Geriater und Orthopäden Hand in Hand, damit ältere Menschen so lange wie möglich mobil bleiben. Dieses Zentrum ist innovativ und in der Region einzigartig.“