Dank der Bilder, die ihnen die Radiologie liefert, wissen die Urolog:innen der Städtischen Kliniken Mönchengladbach auf den Millimeter genau, wo Krebszellen in der Prostata sitzen. Gewissheit bringt eine Biopsie. Diese ist – je nachdem wo der vermeintliche Tumor sitzt – auch über den Damm und immer ohne Vollnarkose möglich. Ist eine Operation nötig, kommt in fast allen Fällen der Operationsroboter da Vinci zum Einsatz.
Dass ihr Prostatakrebs so gut zu operieren ist, verdanken viele Männer nicht allein den Ärzt:innen der Urologie, sondern auch den Radiolog:innen. Denn die Bilder, die sie sich heute vom Gewebe der Prostata machen können, sind faszinierend genau. Aus der multiparametrischen MRT bekommen Ärztinnen und Ärzte millimetergenaue Informationen, in welchen Regionen der Prostata möglicherweise Krebszellen sitzen. Durch die Überlagerung der Bilder mit dem Ultraschall können von diesen Stellen gezielt kleine Gewebeproben entnommen werden. Diese Fusionsbiopsie beherrschen die Teams der Urologie und Radiologie der Städtischen Kliniken seit Jahren. „Da wir die Geräte und das Know-how für alle modernen Verfahren der Bildgebung haben, können wir je nach Fall entscheiden, welches die am besten geeignete Technik für den Patienten ist“, sagt Prof. Dirk Blondin, Chefarzt der Radiologie.
Möglich ist inzwischen auch die Biopsie über den Damm. „Diese transperinale Biopsie ist geeignet, wenn die möglichen Krebszellen vor der Harnröhre liegen. Der Vorteil für die Patienten ist, dass bei diesem Eingriff keine Vollnarkose nötig ist“, sagt PD Dr. Christian Arsov, Chefarzt der Urologie. Er wechselte vor einem Jahr aus der Uniklinik Düsseldorf ans Eli. „Die Radiologen sind bei der Biopsie dabei. Wir bewerten den konkreten Fall gemeinsam. Dadurch ist der Informationsfluss optimal“, sagt PD Dr. Arsov.
Patienten können sich so sicher sein, dass nur operiert werde, wenn dies auch wirklich nötig sei. „In rund 80 Prozent der Fälle, die wir biopsieren, finden wir am Ende Krebs“, sagt der Chefarzt.