Allgemeine Informationen
Ellenbogen-Arthrose ist eine degenerative Erkrankung des Ellenbogengelenks, die durch den Abbau von Knorpelgewebe und damit einhergehende Schmerzen und Einschränkungen der Beweglichkeit gekennzeichnet ist. Die Ellenbogen-Arthrose ist eine häufige Erkrankung, die in der Regel aufgrund von Verschleißerscheinungen im Zusammenhang mit dem natürlichen Alterungsprozess oder Verletzungen auftritt. Sie kann jedoch auch durch andere Faktoren wie beispielsweise chronische Überlastung, entzündliche Erkrankungen oder Stoffwechselstörungen verursacht werden. Die Symptome der Ellenbogen-Arthrose können von Patient zu Patient unterschiedlich sein und reichen von milden Beschwerden bis hin zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität. Es gibt verschiedene Therapiemöglichkeiten, die je nach Schwere der Erkrankung und individuellen Faktoren des Patienten eingesetzt werden können. Eine rechtzeitige Diagnose und Behandlung der Ellenbogen-Arthrose kann dazu beitragen, Schmerzen und Einschränkungen der Beweglichkeit zu reduzieren und eine bessere Lebensqualität zu gewährleisten.
Diagnostik
Neben der körperlichen Untersuchung durch den Arzt, ermöglicht ein Röntgenbild die erste Beurteilung der knöchernen Gelenkpartner und der Gelenkführung. Eine weiterführende bildgebende Diagnostik mittels Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) kann zur ergänzenden Einschätzung und Beurteilung notwendig sein.
Symptome
Die Symptome können vielfältig sein. Oftmals geht die Arthrose des Ellenbogengelenkes mit bewegungs- und belastungsabhängigen Schmerzen einher. Auch kann je nach Ursache die Gelenkstabilität beeinträchtigt sein. Bei einer fortgeschrittenen Arthrose ist ggf. der Bewegungsumfang im Ellenbogengelenk eingeschränkt. Alltagsbewegungen wie die tägliche Körperhygiene (z.B. Haarkämmen) oder auch das Essen (Hand zum Mund führen) sind erschwert.
Therapiemöglichkeiten
Es gibt verschiedene Therapiemöglichkeiten für Ellenbogen-Arthrose, die je nach Alter, Schwere der Arthrose und Funktionsanspruch des Patienten individuell ausgewählt werden. Eine nicht-operative Therapie kann aus physiotherapeutischen Maßnahmen, Schmerzmedikation, Salbenanwendung und Kühlung bestehen. Spezielle Schienen können die Stabilität des Gelenks erhöhen. Das Ziel der konservativen Therapie ist es, Beweglichkeit zu erhalten und Schmerzen zu reduzieren. Wenn dies nicht ausreicht, können operative Maßnahmen wie die Gelenkspiegelung (Arthroskopie) durchgeführt werden, um Verklebungen im Gelenk zu lösen und veränderte Gelenkpartner zu glätten. Bei fortgeschrittener Arthrose des Speichenkopfes kann eine Prothese eingesetzt werden, und bei Verschleiß der gesamten Gelenkabschnitte kann eine "volle" Prothese zum Einsatz kommen. Es sollte jedoch beachtet werden, dass nach Implantation einer Ellenbogen-Totalendoprothese eine lebenslange Gewichtslimitation von 5 kg einzuhalten ist.